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Leben ist das, was dir passiert, Teil 2

 

Hier findest du nun meine Gedanken zum Thema Social Media und Hamsterrad in Zeichen von COVID-19-stayathome... 

 

Im letzten Blog habe ich über meine persönlichen Herausforderungen berichtet und die dritte Herausforderung habe ich mir für einen separaten Artikel aufgespart, weil es mich so bewegt, dass es einen eigenen Artikel wert ist. 

 

Herausforderung 3 - wie sehr bist du im Außen unterwegs, obwohl du gar nicht draußen bist?

 

Ich habe das Gefühl, Social Media explodiert gerade. Verständlich. Wir wollen ja trotz "social distancing" in Kontakt miteinander gehen. Und da sind unsere ganzen virtuellen Möglichkeiten ein echter Segen. Familie und Freunde wenigstens hier zu sehen, ist großartig. Aber nach einem Tag voller Telefon- und Videokonferenzen vielleicht ein bisschen anstrengend, oder? Ich mag dann auch manchmal einen Abend einfach nur vor dem Fernseher (obwohl ich gar nicht gerne fernsehe) oder eben mit meinem Mann. Oder auf der Yogamatte.

 

Nächstes Thema: sorgst du auch schön dafür, jetzt besonders fit zu bleiben? Hast du schon deine mindestens 3 täglichen online-Einheiten gebucht und warst vor dem Homeoffice schon joggen und hast deine Fahrradtour für danach eingeplant? Geht's noch??? Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde Bewegung generell, aber insbesondere Yoga eines der großartigsten Tools, um durch diese Zeiten zu kommen. Dich auf dich zu besinnen. Auf dich und deinen Körper hören. Meditieren, atmen. Den Fokus auf das Positive legen. Unglaublich wichtig. Wird dir aber vermutlich nicht gelingen, wenn du dich selbst in die Situation bringst, dich von den online-Terminen, der einzurichtenden Technik, den Ängsten, dass die anderen dich im Zoom-Call schwitzen sehen usw. unter Stress setzen zu lassen. Denn zusätzlichen Stress brauchst du jetzt echt nicht. Da ich zur Zeit nicht unterrichte, genieße ich den Luxus, meine eigene Praxis jetzt zu intensivieren. Und finde das großartig. Aber das heißt ja nicht, dass es für dich großartig ist. Also lade ich dich jetzt, ja, genau jetzt, ein, für ein paar Minuten deine Augen zu schließen, auf deinen Atem zu hören und dich selbst zu fragen, was du gerade brauchst, bevor du hier weiterliest.

 

Fertig? Und? Was ist es heute? Joggen? Radfahren? Spazieren? Einfach in der Sonne sitzen (so sie denn scheint)? Dich aufs Sofa zu legen und Chips zu essen? Ein Glas Wein? Ein Telefonat? Eine Videokonferenz? Ein gutes Buch? Einfach ins Bett gehen und schlafen? Sex? Deine Liebsten, die mit dir leben, knutschen? Eine Runde weinen? Laut schreien und ein Kissen verprügeln? Was auch immer es ist: tu es!!! Ohne dich zu fragen, ob das jetzt von außen betrachtet "das Richtige" ist. Denn du betrachtest von innen. Die einzige Regel: wenn es noch jemand anderes betrifft, besprich es vorher. Sonst ist deine Familie evtl. etwas verwirrt, wenn du plötzlich das Sofa verprügelst...

 

Denk dabei immer daran: je besser du für dich sorgst, desto besser kannst du auch für andere sorgen. Und frag dich gerne jeden Tag oder auch mehrmals am Tag, was jetzt das für dich Passende ist, um für dich zu sorgen. Für mich heute Abend übrigens ein Glas Wein und Chips und Gespräche mit meinem Mann statt Wohnzimmer-Pilates.

 

Apropos für andere sorgen: ich freue mich schon jetzt darauf, wenn es wieder geht, meine Kurse wieder in den Aachener Studios anzubieten. Wenn es die Studios denn dann noch gibt. Ich freue mich auch, in den Läden in der Stadt einzukaufen. Wenn es sie denn dann noch gibt. Und da sind wir wieder beim Positiven der virtuellen Tools. Wenn du online (was auch immer) üben möchtest, schau genau hin, wen du gerne unterstützen möchtest. Vielleicht bieten deine Lehrer*innen etwas an und du kannst sie dafür bezahlen? In Aachen gibt es mehrere online-Plattformen (https://aachenbleibtzuhause.de, Instagram: @aachenhatauf), bei denen du herausfinden kannst, welche Läden und Cafés wie liefern oder wo du abholen kannst. Gibt es in deiner Stadt bestimmt auch. Support your local - finde ich gerade superwichtig. Es ist aber auch die Gelegenheit, Lehrer*innen, deren Workshops du schon besucht hast, zu unterstützen - damit du auch in Zukunft großartige Workshops besuchen kannst. Und auch kleine Labels, die überregional zu finden sind, kannst du jetzt gut unterstützen. 

 

Wenn du Tipps für qualitativ hochwertiges Yoga suchst, schau auf meiner Kursseite nach, dort habe ich Yoga-Tipps für dich zusammengestellt.

 

Ich wünsche dir, dass du es schaffst, dich nicht in den medialen Strudel ziehen zu lassen. Ich habe mir selbst auferlegt, weniger dort unterwegs zu sein: Bildschirmzeit für Instagram und Facebook festgelegt (und jaaaaaa, auch ich verlängere die dann natürlich des Öfteren ;)), Nachrichten gibt es morgens und abends aus seriösen Medien und die restlichen Berichte ignoriere ich. Schicke meinen Freund*innen und der Familie Liebe und positive Geschichten oder blöde Witze. Und bespreche mit ihnen, wenn es mir nicht gut geht.

 

Ich wünsche dir, dass du positiv, gesund und fröhlich bleibst - falls du dabei Unterstützung brauchst, melde dich gerne.

 

Take care - pass auf dich auf!