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Back to life - back to reality?

 

Wie geht es eigentlich zurück in die Normalität?

 

Ich weiß ja nicht, wie es dir gerade geht, aber ich fühle mich so ein bisschen „nicht Fisch, nicht Fleisch“. Und das hat natürlich etwas mit COVID-19 und der daraus resultierenden Situation zu tun. Etwas fassungslos, wie einige Menschen derzeit unterwegs sind, versuche ich, klar Position zu beziehen, aber trotzdem tolerant und offen zu bleiben. Was mir bei mancher Verschwörungstheorie echt schwer fällt. Aber das soll hier nicht Thema sein.

 

Ich gehöre nicht zu denjenigen, die derzeit plötzlich unglaublich viel Zeit haben, weil ihr Job auf Eis liegt oder sogar beendet wurde. Im Gegenteil. Glücklicherweise habe ich echt viel zu tun. Was auch bedeutet, dass ich abends nach durchschnittlich mind. 4-5 Stunden Videokonferenzen echt platt bin. Und eigentlich nur noch mit einem Wein vor dem Fernseher liegen möchte. Was ich auch an einigen Abenden tue und was richtig gut tut. Aber online mit wunderbaren Lehrer*innen Yoga zu üben, nachdem ich den ganzen Tag im Küchenhomeoffice gesessen habe, tut auch richtig gut. Dass ich derzeit nicht unterrichte, macht Platz für eigene Praxis. Die Medaille hat immer zwei Seiten…

 

Inspiriert hat mich zu diesem Blog die wunderbare Ami Norton, die gestern ihre „post-covid-bucketlist“ gepostet hat. Und angeregt hat, dies auch zu tun. So eine schöne Liste - zu befüllen mit Dingen, auf die ich mich freue. Und mir darüber bewusst zu werden, was mir gerade wirklich fehlt.

 

Ganz oben steht: Freunde und Familie umarmen. Und ich weiß, dass das wirklich eine Zeit dauern wird. Wir haben gestern mit einer Freundin und ihrem Mann ihren Geburtstag gefeiert. Ganz brav mit Abstand und so. Das war nach langer Zeit Abstinenz von fremden Menschen ganz wunderbar. Und ich hatte ein echtes Ziehen im Herz, weil ich sie nicht umarmen konnte. 

 

Was auch drauf steht: ins Restaurant gehen, vor dem Domkeller Apérol Sprizz trinken, mit Freunden kochen und essen, Konzerte besuchen, reisen. Und irgendwie immer das Bild davon, dies gemeinsam mit Herzensmenschen zu erleben. 

 

Ich freue mich riesig darauf, wieder selbst zu unterrichten - denn das habe ich erstens eingestellt, weil ich neben meinem Job nicht auch noch ein online-Yoga-Studio eröffnen wollte. Und zweitens, weil es tolle Yogalehrer*innen gibt, deren Existenzgrundlage weggebrochen ist. Die unterstütze ich lieber, indem ich ihre online-Klassen besuche. Und mich freue, dass meine eigene Praxis sich auch weiterentwickelt - du wirst begeistert sein von den tollen neuen Impulsen, die ich daraus gewonnen habe.

 

Das hat mir sehr bewusst gemacht, wer und was mir wirklich wichtig ist. Und worauf ich echt gut verzichten kann.

 

Nicht mehr verzichten möchte ich übrigens auf die Video-calls mit Familie und Freunden, die nicht in Aachen leben. Und auf tolle online-Yogastunden mit Lehrern, die nicht in Aachen leben und unterrichten.

 

Deshalb lade ich dich ein: erstelle deine ganz persönliche Liste und lass dich überraschen von dem, was dein Herz dir sagt. Und dann folge ihm, es kennt den Weg!

 

Mit dieser Richtung wirst du ganz sicher durch den Übergang zu einer vielleicht ganz neuen Normalität kommen. Also doch: back to life, back to reality…