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Buchtipps.

von Silke Barthel am 25.03.2019

„Werde ein absurd gütiger Superheld“ (Beata Korioth)

Wow, das ist ein Satz für mich!!! Und in Beatas Buch ist auch beschrieben, wie du das üben kannst Aber lass mich ein wenig weiter ausholen…

(Vorab: das hier ist vermutlich Werbung wegen Nennung und Zeigen und überhaupt. Ich habe die Bücher aber selbst gekauft, in der Buchhandlung meines Vertrauens, Schmetz am Dom in Aachen. Und die haben mich nicht dafür bezahlt, dass ich das hier erwähne.)

Buchtipps

Auch wenn ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass du bullshit nicht wegmeditieren kannst (s. vorheriger Blog), bin ich doch fest überzeugt, dass du dein Handeln und deine Einstellungen jederzeit hinterfragen und ändern kannst. Die Welt dreht sich so oder so und es kommt auf dich an, was du daraus machst. Und es liegt in deiner Verantwortung, nicht bei Engeln, Planeten, deinem Chef, dem ausgebliebenen Lottogewinn oder whatever.

Deshalb bin ich immer neugierig auf neue Impulse. Insbesondere, wenn ich Festivals oder Konferenzen besuche, nehme ich mir einen Workshop vor, den ich freiwillig eigentlich nicht wirklich besuchen würde. Einfach, um meinen Horizont zu erweitern und meine Glaubenssätze evtl. anzupassen. Oder auch bestätigt zu finden. Z.B. bewegt sich beim Kundalini keine Schlange in mir ‐ aber die Energiearbeit ist trotzdem sehr wohltuend. Auch bei der Osho‐Schüttelmeditation stehen mir die Gedanken darüber, dass der Gründer das mit dem „tun, was du predigst“ irgendwie nicht so ganz genau genommen hat, im Weg. Aber man kann ja andere Musik nehmen und das Schütteln tut schon gut. Auch wenn ich selbst im Unterricht keine Mantren verwende, hat David Lurey mich in seinem Workshop zutiefst berührt und mich singen lassen…

So habe ich auch für das Karma Cologne Festival einen Workshop ins Auge gefasst, der laut Beschreibung eigentlich so gar nicht meins ist. Stichworte: Atmen, neurogenes Zittern (what the f…?), turn Fear into Love ‐ nee, klar, einfach so.

Und dieses Mal ist es passiert: ich war und bin total begeistert. Nicht nur, dass Beata mich in den ersten Sekunden mit ihrer offenen, positiven, herzlichen, humorvollen Art hatte, es war ein rundum gelungener Workshop. Und insbesondere das neurogene Zittern hatte es mir angetan ‐ was der Körper so tut, wenn du ihn lässt…

Also habe ich mir ihr Buch gekauft und es verschlungen. (Goodbye Stress von Beata Korioth) Manchmal ist die Sprache nicht meine und ich unterschreibe auch nicht alles, aber die Erklärungen, was Gedanken, Emotionen, körperliche Erfahrungen machen, wie alles in dir gespeichert ist und wie du beginnen kannst, das zu ändern, sind großartig. Vor allem die MindShifts sind schöne Übungen, mit denen du auch klein anfangen kannst. Und humorvoll dabei auch. „Das gibt Superhelden‐Bonuspunkte, aber nur, wenn du es ernst meinst. Sonst überspringe diesen Teil, bis du so weit bist.“ Hier wird kein Zeigefinger erhoben, sondern du erhältst pragmatische Tipps.

Und das führt mich zum nächsten Buch, das mich seit Anfang des Jahres begleitet: Glücksjahr 2019 für Körper, Geist und Seele von Silja Mahlow und Anita Slowig

In dieser Mischung aus Kalender, Dankbarkeitstagebuch und Hilfestellung zum Mindshift auf das Positive findest du auch ayurvedisches Wissen, Yogaübungen und Rezepte ‐ nach Jahreszeiten aufgegliedert. Der Hauptteil ‐ und das gefällt mir besonders gut, weil ich wirklich eine Änderung bei mir feststelle ‐ ist das tägliche Notieren, das tägliche Reflektieren. Und auch, wenn die ersten 3 Monate diesen Jahres vorbei sind, kannst du hier noch wunderbar einsteigen, denn es gibt ja keinen festen Zeitplan, wenn du etwas verändern möchtest, oder?

Kurz: beide Bücher sind für mich wunderbare Begleiter, mit kleinen Schritten Veränderungen bei mir zu bewirken. Ohne dass ich gleich mein ganzes Leben auf den Kopf stelle. Und ohne den Druck, mich weiter selbst optimieren zu müssen. Sondern in diesem, meinen Leben, glücklicher und zufriedener zu sein.

Ach ja, und wenn du gerade so gar keine Lust auf „ich arbeite an mir selbst“ hast, habe ich noch einen Tipp für dich: Der Zopf von Laetitia Colombiani ‐ eine bzw. drei wunderbare Geschichten über tolle Frauen.

Denn bei aller Reflektion, Meditation, neurogenem Zittern, Yoga usw. gilt ja: „In der Mitte sein ist kein Leistungsideal!“  ◁