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Ein Wochenende in Rotterdam

von Silke Barthel am 16.07.2018

Und was hat ein Musikfestival mit Yoga zu tun?

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Kennst du das? Du hast nur ein paar Tage woanders verbracht, aber es kommt dir vor als wärest du in einem anderen Universum gewesen?

Wir haben das Wochenende in Rotterdam verbracht, beim North Sea Jazz Festival. Ich höre keinen experimentellen Jazz, aber das Festival bietet neben diesem auch jede Menge Soul, Funk, Blues und für mich hörbaren Jazz ;). Der Besuch ist für uns Tradition und wir freuen uns das ganze Jahr auf das Wochenende.

Ein Wochenende in Rotterdam

Wir wohnen in Rotterdam im Hotel Pincoffs ‐ ein wunderbares, persönliches Boutiquehotel und es fühlt sich an wie nach Hause kommen. Ganz nebenbei wird hier viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und das sehr liebevoll und durchdacht. Oh, ich weiß es so zu schätzen, nach dem Festivalabend noch ein Gläschen in der Bar zu nehmen und dann anschließend in ein bequemes Bett zu sinken!!!

Was mich jedes Jahr aufs Neue beeindruckt, ist, dass an den drei Festivaltagen zehntausende Menschen unterschiedlicher Herkunft, Rasse, Bildung, Geschlechts, Alters, Nationalität, Finanzkraft, Styling usw. zusammenkommen, um drei wunderbare Tage miteinander zu verbringen. Es gibt (fast) kein Gedränge, keinen Einsatz von Ellbogen, kein Herumgepöbele, kein „ich bin aber cooler als du.“ Ja klar, weil so viele unterschiedliche Menschen dort sind, macht es auch einfach Spaß, dort zu sitzen und zu gucken. Und naja, ganz ohne Urteilen geht das natürlich nicht ;). Aber ich stelle auch fest: es geht mit den ganzen Unterschiedlichkeiten. Mit etwas Toleranz und Offenheit können wir hervorragend miteinander leben.

Aber eigentlich geht es ja um die Musik. Um die großartige Musik. Wenn du beim ersten Act schon denkst, dass die Backgroundsänger*innen besser singen als alle Künstler, die du so im Radio hörst. Wenn Künstler*innen, die du liebst, dort auf der Bühne alles geben und eins werden mit dem Publikum. Wenn der Funke überspringt, dass du denkst, gleich fliegt das Dach von der Halle, weil alle singen und tanzen. Wenn du Gänsehaut bekommst, weil dich die Musik so berührt. Wenn du dir ein Konzert anschaust, bei dem du überhaupt nicht weißt, ob es dir gefallen wird und du mit einem Strahlen dort herauskommst. Oder auch eines besuchst, auf das du dich riesig gefreut hast, das aber nix ist und du dir etwas Anderes suchst.

Aloe Blacc hat bei seinem Konzert sehr schön gesagt: die Musik ist für den Moment. Und gleichzeitig für die Ewigkeit.

Und darum geht es. Ich bin im Moment, die Musik hat mich, ich tanze und singe. Und dann ist der Moment vorbei. Aber gleichzeitig im Herzen gespeichert. Und ganz schnell wieder zurück, wenn ich zu Hause die Musik wieder höre.

Ist es nicht das, worum es beim Yoga auch gehen sollte? Sei offen für das, was da gerade kommt und dann sei ganz da, im Augenblick, mit allem, was du fühlst. Ohne über deine Gefühle zu urteilen. Also, ich war da. Beim Gläschen Champagner, bei den Fritten, bei den Konzerten, bei den Sonnenstrahlen auf meiner Haut und vor allem mit wunderbaren Menschen. Leben halt :).

Namasté

P.S.: Auch ohne Festival ist Rotterdam eine großartige Stadt, in der ständig etwas Neues passiert und daher auf jeden Fall eine Reise wert! Zum Übernachten kann ich das wunderbare Pincoffs empfehlen, www.hotelpincoffs.nl ‐ wenn du dir auch essenstechnisch etwas ganz Besonderes gönnen möchtest: www.parkheuvel.nl ‐ aber auch für kleineres Geld gibt es unzählige Möglichkeiten.